Zutrauen – Ein Jahresprojekt

Zum Jahreswechsel schauen alle gewohnheitsmäßig zurück und nach vorne. Aber was ist das dieses Jahr für ein Blick: Die Durchsicht von Zeitungen, Magazinen und auch Blogs zeigt, dass das zurückliegende Jahr als besonders schlimm und erschütternd empfunden wurde, jeder hat die furchtbaren Nachrichten präsent, Tod, Terror, Krieg, dazu Nachrichten, die als schlecht empfunden werden, weil sie deutschen Gewohnheiten und Erwartungen nicht entsprachen. Das beunruhigt und verängstigt. Dem neuen Jahr begegnen viele mit Skepsis, es ist wohl nichts Besseres zu erwarten, im Gegenteil. Die globalen Entwicklungen verunsichern zutiefst, die Nachrichtenlage scheint eindeutig und das Glas ist dauerhaft halbvoll.

Und auf der anderen Seite fordert die Politik Zuversicht und Furchtlosigkeit, Widerstand gegen diese Entwicklungen, kurz Zutrauen in das, was da kommen mag. Aber was tun mit der diffusen Angst und Sorge, vieles werde sich zum Schlechten wenden? Wo sind die Wege, die Zutrauen wachsen lassen, allen Unkenrufen zum Trotz? Denn „Angst ist ein schlechter Berater“ und erschwert vernünftige Entscheidungen und individuelle Lebensfreude sowieso.

Im Konzert der nachdenklichen und sorgenvollen Rückblicke gibt es auch die anderen Beispiele, Menschen, die auf das Jahr 2016 zurückblicken und sagen, das war ein gutes Jahr. Wie kommen sie zu dieser Einschätzung? Worauf konzentrieren sie sich, wo liegt ihr Geheimnis? Welches Verhalten, welche Einstellungen führen zu mehr individuellem Zutrauen und weniger diffuser Angst?

Damit will ich mich bei diesem Jahresprojekt in loser Folge beschäftigen. Dabei möchte ich bewährte Maßnahmen vorstellen und neue Maßnahmen untersuchen, die zu mehr Zutrauen führen können. Denen allen eins gemeinsam ist: sie fangen beim Einzelnen selbst an, nirgendwo anders, es ist alles bereits da, denn die Welt wird sich nicht ändern, nur weil ich es angstgetrieben gerne hätte. Aber sie kann sich ändern, Stück für Stück, wenn ich mit Zutrauen meinen Weg gehe.

Ein Patentrezept gibt es nicht, aber viele kleine Bausteine. Mehr denn je würde ich mich über einen Austausch in diesem Blog freuen, denn sicherlich haben viele eigene Erfahrungen gemacht, die sie teilen möchten. Just do it.

In diesem Sinne ein frohes Neues Jahr.

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4 thoughts on “Zutrauen – Ein Jahresprojekt

  1. Holger Karsten

    Liebe Annette,

    schön, mal wieder etwas von Dir zu lesen, auch wenn es eher nachdenklich ist, aber wiederum auch versöhnlich unter dem Tenor „Zutrauen“. Ich freue mich sehr über Deine nächsten Beiträge, ich werde sie in Ruhe und mit Aufmerksamkeit lesen.

    Liebe Grüße zum Neuen Jahr,
    Holger

    Gefällt 1 Person

  2. Dorothea

    Liebe Annette, danke für die Entscheidung zu diesem Jahresprojekt: Zutrauen!
    Auch ich wandere in diesen Tagen zwischen Angst und Hoffnung. Tatsächlich SIND wir Menschen wohl beides: Licht und Schatten, Kraft und Kraftlosigkeit. Schön ist es, wenn wir den Zustand in der Mitte finden und fühlen: das Vertrauen, dass Gutes kommt, auch dann, wenn sich dies Neue zunächst schlecht anfühlen mag. 2016 lässt mich dieses Vertrauen haben, weil sich im vergangenen Jahr vieles gut entwickelt hat – wenn auch anders und langsamer, als zunächst gedacht ( – aber dafür solide?). So bin ich z.B. nicht fest angestellte Projektleiterin für Bürgerbeteiligung bei einer Kommune, sondern mache freiberuflich Öffentlichkeitsarbeit für die Reformation seit 500 Jahren bis JETZT – auch das ist Gemeinwesenentwicklung 🙂 Also: In Partnerschaft, Beruf, sozialem Umfeld, in meiner Stadt sind Dinge auf ein gutes Gleis gekommen. Noch bin ich nicht am Ziel der Träume – doch wollen, können wir das? Für dieses Vertrauen müssen wir beweglich und offen sein. Allzu feste Pläne, Zahlen, materielle Strukturen lähmen, wenn wir sie (be)halten wollen. Vielmehr gilt es, immer wieder hinzuspüren: Was ist die Essenz meines Wunsches, mein Herzensfeuer – und was kann ich dafür jetzt tun und lassen?
    Ich bin neugierig und erwartungsfroh auf das, was hier auf deinem Blog an Zutrauen entsteht.
    Herzlich, Dorothea

    Gefällt 1 Person

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