Zutrauen – Das Eine

Was treibt dich an? Was begeistert dich? Wofür brennst du? Was haut dich um? Worüber vergisst du die Zeit? Oder weißt du das nicht…. nicht mehr?

Das Eine. Nicht die Eine, nicht der Eine, kein Mensch, der scheinbar zum großen Glück beiträgt oder fehlt. Sondern das Eine, das eine große Interesse, die eine große Leidenschaft. Die den Platz einnimmt, den sonst Angst und Sorge beanspruchen könnten.

Manche Menschen können spontan benennen, wofür ihr Herz schlägt. Meistens mit einem Leuchten in den Augen, Ausstrahlung, um die sich niemand bemühen muss. Manchen Menschen sieht man ihr Eines an, sie wirken zufrieden, selbstvergessen, schweben. Andere sind noch auf der Suche oder haben das Eine verloren, über die Jahre und die Ereignisse.

Dabei kommt das Eine oft einfach und schlicht daher, es kostet nicht viel Geld, ist nicht im Supermarkt erhältlich, auch nicht in der Boutique, beim Juwelier oder in der Kneipe. Aber das Eine beansprucht etwas ganz Wesentliches: es kostet Zeit. Und das ist oft das Problem.

Was tun? Es gibt so einen schönen Begriff im Japanischen: Kaizen. Kaizen, das bedeutet übersetzt „die Veränderung zum Besseren“. Es ist eine Managementmethode, aber auch ein philosophischer Ansatz. Der Kern: ein schrittweises Streben nach Veränderung. Der Mindestaufwand: 1 Minute. Wie bitte? 1 Minute? Ja. Das reicht für den Anfang, und so ist ein Anfang schnell gemacht.

Eine Minute für das Eine.

Eine Minute nichts anderes machen als innehalten, in sich hineinhören und schauen, was passiert. Welche Ideen kommen, was könnte interessieren, wofür schlägt das Herz. Es wird sich etwas finden, denn es ist alles schon da. Alle Fragen und alle Antworten. Vielleicht nicht beim ersten Mal, aber mit etwas Geduld in einer der Kaizen-Minuten der folgenden Tage. Wer möchte, steigert die Zeit behutsam, ein, zwei Minuten mehr, doch zunächst höchstens 15 Minuten. Das reicht völlig.

Am Anfang steht das Finden des Einen, dann ergibt sich die Umsetzung ganz von selbst. Was soll das sein? Das weiß jeder selbst. Basteln, Malen, Kochen, Backen, Vogelstimmen bestimmen, Hollywoodfilme der 50er Jahre, gesammelte Werke von…, Gedichte der Gegenwart, Lesen, Vorlesen, Theater, Singen, Joggen, Mountain Biken, Segeln, Surfen. So individuell unterschiedlich, wie wir alle sind, so unterschiedlich ist das Eine. Ohne die Pflicht, irgendetwas zu rechtfertigen oder zu begründen.

Irgendwann könnte man sich fragen, Mensch, warum bin ich darauf noch nicht früher gekommen?  Vermutlich weil ich keinen Raum geschaffen habe, um auf diese Idee zu kommen. Aber jetzt darf sich das Eine ausbreiten, Raum einnehmen, Zeit beanspruchen im eigenen Leben. Wenn Herz, Bauch und Kopf mit dem Einen beschäftigt sind, sind Angst und Sorge passé, kann Zutrauen entstehen oder wachsen. Ganz von selbst.

Mehr Zutrauen? Don’t be hobbylos.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s